Obwohl Tee allgemein den Ruf hat, gesund zu sein, rechnet man ihn nicht zu den Heil- oder Arzneimitteln, sondern zu den Genussmitteln.
Grüner und schwarzer Tee werden im Prinzip aus derselben Teepflanze hergestellt, der Camellia Sinensis. Der Unterschied zwischen den Teesorten liegt in der Verarbeitung. Während schwarzer Tee getrocknet, in Tüchern gerollt und fermentiert wird, behandelt man die Blätter für den grünen Tee mit Wasserdampf unter Druck. In beiden Teesorten sind es vor allem zwei Substanzen, welche die menschliche Gesundheit günstig beeinflussen können: Koffein und Theophyllin.
Weil das Koffein im Tee an Gerbstoffe und Zuckerreste gebunden ist, entfaltet sich seine Wirkung hier langsamer als zum Beispiel im Kaffee und hält länger an. Dem Theophyllin werden eine ganze Reihe von Wirkungsweisen zugeschrieben. Allgemein hat Koffein eine stimulierende, stark anregende Wirkung. Es hat, außer im Hirnbereich, eine gefäßerweiternde Wirkung und wirkt atemsteigernd. Der Fettsäure- und Zuckerabbau werden gesteigert, der Cholesterinspiegel gesenkt. In der Niere erhöhe das Theophyllin die Wasserausscheidung. Studien aus dem japanischen Raum hätten sogar auf eine krebsverhütende Wirkung hingewiesen.
Quelle: Süddeutsche Zeitung 3/1999
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